Kinder lösen Konflikte selbst

Kinder lösen Konflikte selbst - Mit Sozialkompetenz gegen Gewalt

Mediationsprogramm für Kinder in Kindertagesstätte, Grundschule, Hort nach dem Bensberger Mediationsmodell

Projektpartner:

Regine Heinig (regine.heinig@regenbogenbus.de)

Heike Nestler (heike.nestler@regenbogenbus.de)

Obere Hauptstraße 18 b, 09228 Chemnitz, Tel: 037200 - 88291

„Kinder lösen Konflikte selbst“ in Kindertagesstätte, Grund- und Förderschule sowie Hort

 

  • gefördert von der Unfallkasse Sachsen
  • durchgeführt durch speziell ausgebildete Trainer*innen  

Streiten will gelernt sein – ebenso wie alle anderen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die das Leben ausmachen. Zum Erlernen einer gewaltfreien, selbstverantwortlichen Streitkultur eignet sich die Methode Mediation. Mediation bedeutet Vermittlung im Streitfall durch eine neutrale unparteiische Person. Mediation ist freiwillig und vertraulich.

Ein strukturiertes und evaluiertes Streitschlichtungsprogramm, welches schon Kindern im Vorschul- und Grundschulalter vermittelt, ihre Konflikte selbstverantwortlich und friedlich zu lösen, ist das Bensberger Mediations-Modell (BMM), auf dessen Grundlage in Sachsen das Projekt „Kinder lösen Konflikte selbst“ entwickelt wurde. Dabei handelt es sich sowohl um   ein wirkungsvolles Präventionsprogramm gegen Gewalt als auch um ein Interventionsverfahren für die friedliche Lösung akuter Konflikte.

 

Ziele des Projektes:

  • Stärkung von Toleranz und Demokratie unter Kindern durch friedliche und selbstverantwortliche Lösung von Konflikten
  • verbessertes Gruppen- und Klassenklima
  • Befähigung von Pädagog*innen, Konfliktgespräche, mithilfe von Elementen der Mediation zu führen - sowohl mit Kindern als auch mit Erwachsenen
  • verbesserte Kommunikation mit Eltern

Was ist der Gewinn für die Teilnehmenden?

  • Alle Beteiligten in Schule, Hort und Kita erlernen gleiche sprachliche Rituale für eine friedliche und selbstverantwortliche Konfliktbeilegung.
  • Die Inhalte stellen eine wirksame Unterstützung im Bildungs- und Erziehungsanliegen dar.
  • Die soziale Kompetenz sowie die Empathie der Kinder werden gestärkt. Das führt zu einem besseren Klima in der Gruppe/Klasse.
  • Kinder werden befähigt, Verantwortung zu übernehmen.
  • Kinder  haben die Möglichkeit, Kinderstreithelfer*innen zu werden.
  • Eine lebendige Kooperation zwischen allen Beteiligten innerhalb einer Einrichtung  sowie zwischen Schule und Hort bzw. ggf. zwischen Hort und Kita fördert ein konstruktives Miteinander.   
  • Eine  Zertifizierung nach drei erfolgreich absolvierten Projektjahren – verbunden mit einem sichtbaren Schild im Eingangsbereich – zeigt Außenwirkung.

 

Welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten bestehen?

Trainer*innen

  • stehen bei Fragen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung.
  • vermitteln praktisches Wissen/Methodik zum Umgang mit Konflikten und im Bereich Gewaltprävention

 Leitungen in GS, Hort, Kita:

  • Rahmenbedingungen schaffen, dass das Projekt erfolgreich implementiert werden kann (Mitauswahl der Multiplikator*innen, Unterstützung der Arbeit der Multiplikator*innen, Aufnahme des Projektes ins Programm der Einrichtung organisieren,  planen und kontrollieren, dass die Projektmodule umgesetzt werden können sowie das Gruppentraining regelmäßig stattfindet, Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten im Blick behalten, Antragstellung inklusive jährliche Folgeanträge sicherstellen, Zahlung der durch die Trainer*innen gestellten Rechnungen gewährleisten bzw. Rechnung an Fördermittelempfänger weiterleiten, Abrechnung der Fördermittel gewährleisten, den Eigenanteil von 400,00 € in drei Jahren sicherstellen)

Multiplikator*innen (aus jeder Einrichtung 1 – 2 Kolleg_innen)

  • Teilnahme am Basiskurs und Aneignung von Wissen und Fähigkeiten insbesondere zur Erst-Hilfe im Streit  sowie zum  Ablauf des Gruppen-/Klassentrainings
  • Organisation und/oder Durchführung  des Gruppen-/Klassentrainings in den Einrichtungen
  • Bindeglied zwischen den Kolleg*innen der Einrichtung, der Leitung und den Trainer*innen sein
  • Verantwortung dafür übernehmen, dass das Projekt am Laufen bleibt
  • Begleitung der Kinderstreithelfer*innen an den GS (Ausbildung kann in Kooperation mit externen Partner*innen erfolgen)

 

Kolleg*innen

  • Teilnahme an den Teamfortbildungen
  • Anwendung der Erst-Hilfe im Streit
  • Offenheit für die Durchführung von Gruppen- und Klassentrainings in der eigenen Gruppe/Klasse, ggf. selbst Durchführung in Kooperation mit Multiplikator_innen

 

Finanzierung des Projektes: 

Förderung:

  • 1.800 €  in drei Jahren durch Unfallkasse Sachsen

Eigenanteil:

  • 150,00 Euro Koordinierungsaufwand (entspricht 50 Euro/Jahr)
  • 400,00 € Materialanschaffungen für die gelingende Umsetzung des Projektes  (in 3 Jahren)

Fortbildung für die Gesamtteams in Kita, Schule und Hort

  • 240,00 € pro Trainer*in (5 UE + 1 h Vor- /Nachbereitung)
  • Bis 10 Teilnehmende 1 Trainer*in, ab 10 Teilnehmende 2 Trainer*innen
  • Finanziert aus Schilf – Mitteln bzw. Fortbildungsmittel der Träger

Leistungsangebot

Basiskurs  für Multiplikator_innen der Einrichtungen

  • Die Multiplikator*innen werden auf ihre Aufgaben in Bezug auf das Projekt vorbereitet, sie erlernen und trainieren die Methoden und haben Gelegenheit zum Austausch mit Projektpartner*innen
  • Kita: 1-2 Erzieher*innen
  • Schule/Hort: mit je 1 Lehrer*in, 1 Horterzieher*in, (eventuell auch Sozialarbeiter*in)
  • 2 Blöcke je 2 Tage im Umfang von 32 UE
  • Finanzierung: Unfallkasse Sachsen

SCHILF bzw. ganztägige  Teamfortbildung

  • Informationen zum Projekt für alle Kolleg*innen in Kita, Hort, Schule
  • Kennlernen und Trainieren der Erst-Hilfe im Streit  

Mit der Erst- Hilfe im Streit haben alle Beteiligten imRaum Kita, Hort, Schule eine Methode zur Verfügung, mit deren Hilfe Konflikte selbstverantwortlich und zufriedenstellend gelöst werden können.

  • 5 UE
  • Finanzierung s.o.

Gruppen- /Klassentraining  

Alle Kinder der Gruppe/Klasse erlernen präventiv den gewaltfreien Umgang mit Konflikten. Das regelmäßige Üben anhand von Streitgeschichten fördert schrittweise eine veränderte Haltung zu Konflikten, eine neue Herangehensweise an das Lösen von Konflikten und bereitet auf konstruktive Lösung „echter“ Konflikte vor.

 Kinder lernen,

  • sich an Regeln zu halten,
  • Gefühle im Streit zu benennen und zu erkennen,
  • den eigenen Anteil am Streit zu benennen,
  • zufriedenstellende Lösungen zu finden.

In Vorbereitung auf das Training bzw. parallel dazu sollen in jeder Gruppe/Klasse

  • die 3 Grundegeln (Zuhören, ausreden lassen, keine Beschimpfungen verwenden) eingeführt und umgesetzt werden,
  • am Wortschatz zum Thema Gefühle gearbeitet werden,
  • die Giraffensprache im Unterschied zur Wolfsprache bekannt sein
  • Lösungsmöglichkeiten für Konflikte über eine Entschuldigung hinaus besprochen werden

Das Training anhand von Streitgeschichten soll idealerweise in jeder Gruppe/Klasse stattfinden; in der  Kita 5-6 x 30 - 45 min in der Schulanfängergruppe, in GS oder Hort 3 x jährlich 1,5 h (2UE).

 

  • Umsetzung zusammen mit Multiplikator*innen und Trainer*innen
  • Finanzierung: Unfallkasse Sachsen sowie die Einrichtung im Rahmen der beruflichen Tätigkeit

Ausbildung von Kinderstreithelfer*innen

Ausgewählte Kinder ab Klasse 3 erhalten in der Ausbildung Kompetenzen, um Mitschüler*innen bei Streitigkeiten helfen zu können.

  • Umsetzung durch Trainer*innen in Kooperation mit den Multiplikator*innen
  • Nutzung zentraler Ausbildungscamps möglich
  • Finanzierung: Unfallkasse Sachsen sowie die Einrichtung im Rahmen der beruflichen Tätigkeit, eventuell externe Partner

Teamfortbildung im Rahmen des Projektes

Ziel der Teamfortbildungen ist es, die Umsetzung der Module Erst-Hilfe im Streit sowie Gruppen-/Klassentraining zu reflektieren sowie nächste Schritte in der Umsetzung des Projektes zu besprechen. 

  • für alle Pädagog*innen, Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen    
  • 2 x 4 UE im zweiten und dritten Projektjahr bzw. 1 x 8 UE im 2. Projektjahr   
  • Finanzierung: Unfallkasse Sachsen

Elternabend: 

  • Information der Eltern zu Projekt
  • Gewinnung der Eltern als Partner und Befähigung, die Erst – Hilfe im Streit umzusetzen
  • 1 – 1,5 h
  • Finanzierung: Unfallkasse Sachsen

Vernetzung und Fachaustausch:

  • Fachaustausch der Basiskursteilnehmer*innen
  • Finanzierung: Unfallkasse

 

Der Regenbogenbus e.V. ist Partner der Unfallkasse Sachsen beim Projekt „Kinder lösen Konflikte selbst“  Wir arbeiten seit 2002 auf dem Gebiet Ausbildung und Begleitung von Schülerstreitschlichter*innen,  seit 2013 auch nach dem Bensberger Mediationsmodell. Interessierte Kitas, Grundschulen und Horte aus dem Bereich Chemnitz, Erzgebirge, Zwickau und Vogtland können sich an den Verein wenden.

Die Grundlage einer gemeinsamen  Arbeit stellt eine Kooperationsvereinbarung dar.

Für weitere Fragen und Besprechungen hierzu steht

Regine Heinig

Dipl.-Sozialpädagogin, Schulmediatorin, Trainerin für die Arbeit mit dem BMM in Sachsen, Systemische Beraterin (DGsP), Supervisorin(DGSF)

 

E-Mail:                                    regine.heinig@regenbogenbus.de

Telefon:                                  037200 - 88291

Mobil:                                     0176 43370621

zur Verfügung.

Die Förderrichtlinie der Unfallkasse Sachsen mit weiteren Informationen und Förderantrag ist unter Projekt 1 „Kinder lösen Konflikte selbst“ abrufbar: http://www.unfallkassesachsen.de/service/projekte/gewaltpraevention-an-schule-und-kita

  • Adresse Unfallkasse Sachsen:
  • Unfallkasse Sachsen /Körperschaft des öffentlichen Rechts
  • Gesetzliche Unfallversicherung
  • Rosa-Luxemburg-Str. 17a, 01662 Meißen
  • Postfach:         42, 01651 Meißen
  • Telefon:           03521 - 724 - 325
  • Telefax:           03521 - 724 - 333
  • E-Mail:            merboth@unfallkassesachsen.de
  • Internet:          www.unfallkassesachsen.de (http://www.unfallkassesachsen.de/ )

 

 

Stand 7. März 2018

  •  

http://www.unfallkassesachsen.de/service/projekte/gewaltpraevention-an-s...

Kontakt:

regine.heinig@regenbogenbus.de        Mobil: 017643370621

heike.nestler@regenbogenbus.de